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MotoCross - Harald Pfeil: Kommen vielleicht mit blauem Auge davon

Langsam drehen sich die Räder wieder auf den Motocross-Strecken in der Republik.

Immer mehr Clubs dürfen ihre Pisten unter Auflagen öffnen. Wo das Fahrtraining für viele Hobbysportler und auch Profis wieder möglich wird, bleibt ein annähernd normaler Rennbetrieb in weiter Ferne. Wie ist die Situation beim Monster Energy Kawasaki Elf Team Pfeil, dem offiziellen Racing Team von Kawasaki Deutschland? Teamchef Harald Pfeil zeichnet im Interview ein gemischtes Bild.

Harald, ihr habt ein Ladengeschäft, verkauft online und seid seit vielen Jahren ein erfolgreicher Fixpunkt im Motocross und Supercross. Wie seid ihr klargekommen die letzten Wochen, welche Auswirkungen hat das Corona-Virus auf euer Business und das Team?

Harald Pfeil: Wir sind erstmal Händler für die Marke Kawasaki. Bis zum Lockdown Mitte März haben wir unsere Cross-Modelle Jahrgang 2020 sehr gut verkauft. Wir waren schon vor zwei Monaten praktisch ausverkauft. Dann kam das schöne Wetter und die Krise mit all ihren Folgeerscheinungen. Wir mussten den Laden ein paar Wochen schließen, an Racing war sowieso nicht zu denken, auch wenn es zunächst einen kleinen Funken Hoffnung gab, es könnte nur Rennen bis Mai betreffen.

Der mehrfache Deutsche Meister Jens Getteman (BEL) ist aktuell der einzige Vollprofi in eurem Team. Die anderen Fahrer sind, egal in welcher Klasse sie starten, im engeren und weiteren Sinne Amateure?

Ja, genau. Das heißt aber nicht, dass die Jungs sich nicht professionell und zum Teil sehr aufwändig vorbereiten. Also zum Wintertraining nach Italien oder Spanien fahren (solange das noch möglich war). Fast deren gesamte Jahresplanung mit Urlaub, Familie, Budget und so weiter hängt am Rennkalender. Das alles wurde binnen weniger Wochen pulverisiert. Zum Glück waren die Beschränkungen hier nicht so schlimm wie zum Beispiel in Frankreich, Belgien oder Italien.

Das heißt, ihr habt die Rennmotorräder in die Ecke gestellt und euch auf den Verkauf konzentriert?

Ja und Nein. Es gibt immer was zu tun. Sachen, die liegen geblieben sind, Arbeit in der Werkstatt, sich um Sponsoren und Lieferanten kümmern, am Truck arbeiten, im Büro. An der eigentlichen Racing-Front konnten wir erstmal nur die Motorräder aufbauen. Testen und Fahrtraining war ja nicht möglich.

Viele werden ihren Urlaub in Deutschland verbringen oder zu Hause bleiben. Für die Fahrradbranche ein Konjunkturprogramm, auch weil Menschen sich nicht in Busse und Bahnen trauen. Wie läuft der Verkauf der Straßenmotorräder?

Ich bin Optimist. Wir haben eine treue Kundschaft und gute Produkte. Aber man spürt, dass die Leute verunsichert sind. Wer sich fest vorgenommen hat, ein Neufahrzeug zu kaufen, der macht das auch. Wenn wir die nächsten Wochen Sommerwetter haben und sich die Krise nicht verschärft, kommen wir mit einem blauen Auge davon.

Es wird wohl nur zu einem Rumpfkalender kommen. Fast alle Veranstaltungen in der Deutschen Motocross Meisterschaft sind abgesagt. Die ADAC MX Masters-Serie soll deutlich verkürzt werden. Vielleicht werden es nur drei Rennen. Wie beurteilst du die Lage?

Mir persönlich wurde mitgeteilt, dass ich mit meinen über 60 Jahren zur Risikogruppe zähle und nicht zu den Rennen darf. Das ist krass, aber ich muss es akzeptieren. Wir wissen noch nicht, wie wir das regeln. Da wir aber nicht mit Racing vor September rechnen, ist das noch in weiter Ferne. Wir wollen jetzt schauen, dass wir mit allen Fahrern zusammen auf die Strecke gehen, und gucken, wo wir mit den Bikes stehen. Es gibt immer Dinge zu optimieren. Auch fehlt uns der Teamspirit, den wir von den Wochenenden kennen - und natürlich der sportliche Wettbewerb generell.

Der Meistermacher

Harald Pfeil ist Ex-Rennfahrer und gilt als Meistermacher unter den Teamchefs. Seit über 15 Jahren gibt er seine Erfahrung an seine Piloten weiter. Die Erfolgsbilanz der „grünen Pfeile“ spricht für sich. Aushängeschilder der Szene wie Florent Richier, Filip Neugebauer oder Daniel Siegl schafften bei ihm den Durchbruch und/oder ihre größten Erfolge.

Mit Jens Getteman (Motocross) und Tyler Bowers (Supercross, USA) sammelte das Monster Energy Kawasaki Elf Team Pfeil seit 2017 weitere Titel. Bowers wurde zweimal hintereinander Gesamtsieger im ADAC SX Cup, Getteman glänzte zuletzt als dreifacher Deutscher Motocross Meister (2x DM Open, 1x DM 250). Motorräder verkauft der Chef seit der Wende 1990.

Tags: MXOpen, MXMasters, MotoCross

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